The art of doing nothing - Why your brain needs real rest

Warum echte Pausen keine Zeitverschwendung sind, sondern mentale Arbeit

2 Min. Lesezeit

In diesem Artikel:

Mentale Pausen im Alltag – dein stiller Reset Knopf

Unser Gehirn arbeitet niemals wirklich im Leerlauf. Selbst wenn wir glauben, abzuschalten – beim Scrollen, beim Serien schauen, beim Podcast hören auf dem Weg zur Arbeit – bleibt es in einem Zustand permanenter Reizverarbeitung. Genau hier liegt eines der am meisten unterschätzten Probleme unserer Zeit: Wir verwechseln Ablenkung mit Erholung.

Warum tun wir uns so schwer damit, wirklich zu pausieren?

Es liegt nicht daran, dass wir keine Pausen verdient hätten. Es liegt an unserer inneren Programmierung. Pause fühlt sich für viele von uns wie Stillstand an, wie ein Rückschritt – fast wie eine Bedrohung für unsere Produktivität. Unser Verstand hat gelernt: Wert entsteht durch Leistung. Was nichts sichtbar produziert, fühlt sich wertlos an. Genau deshalb empfinden wir oft ein schlechtes Gewissen, wenn wir wirklich nichts tun.

Dabei ist genau das Gegenteil wahr.

Unser Gehirn besitzt zwei zentrale Funktionsmodi. Den einen kennst du gut: das sogenannte Task Netzwerk, das aktiv ist, wenn wir uns fokussieren, planen oder entscheiden. Der andere Modus heißt Default Mode Network und wird genau dann aktiv, wenn wir innehalten, träumen oder einfach aus dem Fenster schauen. Früher dachte man, dieser Modus sei reiner Leerlauf. Heute weiß die Neurowissenschaft: Genau hier verarbeitet unser Gehirn Erfahrungen, festigt Erinnerungen und entwickelt kreative Lösungen. Pause ist also keine Unterbrechung der mentalen Arbeit – sie ist ein zentraler Teil davon.

Wie schaffen wir es trotzdem, echte Pausen in unseren Alltag zu integrieren?

Übung! Aus der Forschung wissen wir, dass unser Nervensystem nicht zwischen „echtem“ Input und digitalem Dauerreiz unterscheiden kann. Solange wir Reize konsumieren, egal wie entspannt sie sich anfühlen, bleibt unser Gehirn im Arbeitsmodus. Erst wenn wirklich kein Input mehr von außen kommt, kann sich das Default Mode Network einschalten und seine regenerierende Wirkung entfalten.

Jetzt teile ich noch ein paar Tipps mit dir, die dir den Einstieg in echte mentale Pausen leichter machen.

Mache dir bewusst, wann du wirklich pausierst und wann du dich nur ablenkst. Frage dich ehrlich: Konsumiere ich gerade etwas, oder ist tatsächlich Stille um mich? Schon dieses Bewusstwerden verändert, wie du deinen Alltag gestaltest.

Plane deine Pause wie einen Termin. Was viele unterschätzen: Ohne festen Platz im Tag passiert die mentale Pause einfach nicht. Fünf Minuten Stille, eingeplant wie ein Meeting mit dir selbst, machen oft den entscheidenden Unterschied.

Nutze kleine Übergänge bewusst. Zwischen zwei Aufgaben, zwei Gesprächen, zwei Terminen liegt oft ungenutzte Zeit. Genau hier kannst du innehalten, atmen und ankommen, bevor der nächste Block beginnt. Diese Mikropausen verhindern, dass sich Stress über den Tag summiert.

Etabliere den InnerGlowCheckIn in deine tägliche Selfcare Routine. Er ist eine von mir entwickelte Methode, um regelmäßig innezuhalten und deine Gedanken und Gefühle zu reflektieren. Durch diesen Prozess kannst du gezielt wahrnehmen, wann dein Nervensystem eine Pause braucht, bevor sich Überforderung aufbaut.

Indem wir täglich kleine Momente der Stille zulassen, trainieren wir unser Gehirn, wieder zwischen Aktivität und Erholung zu unterscheiden. Wir schaffen Raum für das, was unser Nervensystem wirklich braucht, um langfristig stabil, klar und kreativ zu bleiben.

Nachhaltige FeelGood-Routinen sind ein zentraler Bestandteil meiner Arbeit und mit Ancient + Brave lassen sich alltägliche Pausen wie eine bewusste Teezeit oder ein stiller Moment am Fenster ganz einfach in wohltuende Rituale verwandeln. Verbinde sie zum Beispiel mit deiner täglichen 5-Minuten-Stille.

Let’s glow and grow together,

Deine Dr. Myri

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